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Das Aktionsbündnis traf sich am 11. März 2026 zum Meinungsaustausch zu den weiteren geplanten Bohrungen in Kroge.

Grundsätzlich ist das Bündnis maßlos enttäuscht, dass sich ein Grundstückseigentümer gefunden hat, der wohl eine Fläche von 5 ha (50.000 m² oder 7 Fußballfelder) an den kanadischen Konzern Vermilion Energy verpachtet haben soll.

...weiterlesen "März 2026: Stellungnahme zu den geplanten Bohrungen in Kroge"

Kürzlich trafen sich Mitglieder vom Aktionsbündnis gegen Gasbohren zu einem Protest gegen die laufenden Arbeiten zur Verlegung der Gasleitung vom Bohrplatz in Kroge (Wisselshorst Z1a) zum Anschluss an die knapp 2 km dezentral liegende Fernleitung. Jeder Vorbeifahrende denkt, was geschieht denn hier auf den Ackerflächen – sieht aus wie auf Großbaustellen.

Seit 2018 setzt sich das Aktionsbündnis dafür ein, dass es keine neuen Bohrungen mehr geben soll, um unsere Umwelt und die Gesundheit der Menschen zu schützen. Die Medien haben darüber umfänglich berichtet, unzählige Aktionen begleiteten den Protest. Eine Bohrung bei Dorfmark konnte verhindert werden.

In Kroge soll nun aber gefördert werden und die Arbeiten für die Gasleitung laufen auf Hochtouren. Schneisen bis zu 21 m breite entstehen, in einem aufwändigen Horizontalbohrungsverfahren werden Straßen und die Bomlitz unterquert. Mit der Gasleitung werden auch (deutlich kleinere) Kabelschutzrohre verlegt, durch die später Strom- oder Datenkabel gezogen werden können – beispielsweise für die Überwachung der Leitung.

...weiterlesen "Der Protest geht weiter!"

Der Landkreis macht einen großen Schritt in Richtung Klimaneutralität und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Kommunen, Gewerbe, für uns alle. Der Kreistag stimmte dem “Integrierten Klimaschutz-Vorreiterkonzept“ mit großer Mehrheit zu. Damit schließt sich der Landkreis den Landesvorgaben an, bereits 2040 klimaneutral zu sein und mit seinen eigenen Liegenschaften bereits 2035.

Es wird auch allerhöchste Zeit: 2024 war das wärmste Jahr seit dem ersten Jahr der Aufzeichnung 1850. Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau; so ging es letzte Woche durch die Medien. Der Klimawandel verändert auch das Leben in Deutschland: Hitzewellen, Stürme und Überschwemmungen sind die Folge.

Wir müssen also alles daransetzen, diese Entwicklung zumindest aufzuhalten. Deutschland ist dabei auf einem guten Weg, muss aber aufpassen, dass das Klima nicht noch weiter in der Prioritätenliste abrutscht.

Völlig kontraproduktiv sind dabei die Genehmigungen für neue Gasbohrungen – wie auch bei uns im Heidekreis -. Wir wollen und müssen uns von den fossilen Energieträgern verabschieden, gerade das ist ein wichtiger Teil hin zur Klimaneutralität. Und das dann in unserer Zeit das Abfackeln noch erlaubt ist, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Der kanadische Gasbohrkonzern Vermilion Energy – der bei uns im Heidekreis neue Bohrungen einrichtet - hat die Genehmigung zum Abfackeln; denn seit Jahrzehnten wurde nichts zu diesem Thema am Bergrecht geändert; es sei ein gängiges Verfahren, so die Aussage vom Landesbergamt (LBEG).

...weiterlesen "Leserbrief – Klimaneutraler Landkreis, Bergrecht und Abfackeln"

Bald jeden Tag werden wir mit Naturkatastrophen in den Medien konfrontiert und erleben sie auch vor Ort. Zurückzuführen sind sie meist auf den Klimawandel, auf die Erderwärmung. Fast jeder weiß das, mehr und mehr Menschen engagieren sich für den Klimaschutz; Klimaleugner werden immer weniger.

Eine der Hauptursachen der Erderwärmung liegt in der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Das freigesetzte Kohlenstoffdioxid (CO²) macht einen großen Teil aller Treibhausgase aus und gelangt es einmal in die Atmosphäre, verweilt es dort sehr lange Zeit.

Man weiß das und handelt doch anders. Man lässt noch neue Bohrungen nach Erdgas zu – in Osterheide, in Kroge und in Bleckwedel – und propagiert auf der anderen Seite die erneuerbaren Energien. Wie passt das zusammen?

...weiterlesen "Leserbrief: Wider aller Vernunft!"

Nun scheint es also leider doch loszugehen. In Kroge bei Bad Fallingbostel wurde damit begonnen, schweres Gerät auf dem Bohrplatz aufzustellen, um dort mit der angekündigten Bohrung nach Erdgas zu beginnen. Das Vorhaben des kanadischen Energiekonzerns Vermilion hatte sich über Monate verzögert. Das hatte vielen Menschen einen Anlass zur Hoffnung gegeben, dass der Kelch vielleicht doch an uns vorüberzieht. „Haut ab!“ möchte ich ihnen zurufen oder „Let it be!“.

...weiterlesen "Leserbrief an die Walsroder Zeitung"

Der niedersächsische Landtag beschloss am 11. Dezember 2023 eine Änderung des Klimagesetzes. Kernpunkt der Reform ist es, das Ziel der Klimaneutralität um 5 Jahre auf 2040 vorzuziehen – ein hoch ambitioniertes Ziel -. Dies ist den Mitgliedern der Regierungskoalition sehr wohl bewusst, und dennoch trauen sie Niedersachsen das zu. Hut ab!

Und es ist so wichtig, dass schneller gehandelt wird. Auch die großen Wassermassen in den letzten Wochen hier bei uns werden auf den Klimawandel zurückgeführt. Experten haben uns das im Juni 2023 genauso für die Zukunft auf dem Klimaforum vom Heidekreis vorhergesagt: Trockene Sommer und im Winter viel Regen. Auch in den Medien hören wir bald täglich von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren oder Wirbelstürmen.

...weiterlesen "Niedersachsen will früher klimaneutral werden"

Der niedersächsische Landtag beschloss am 11. Dezember 2023 eine Änderung des Klimagesetzes. Kernpunkt der Reform ist es, das Ziel der Klimaneutralität um 5 Jahre auf 2040 vorzuziehen – ein hoch ambitioniertes Ziel -. Dies ist den Mitgliedern der Regierungskoalition sehr wohl bewusst und dennoch trauen sie Niedersachsen das zu. Hut ab!

...weiterlesen "Leserbrief: „Niedersachsen will früher klimaneutral werden“"

Das Aktionsbündnis gegen Gasbohren ist nach wie vor „aktiv“, die Bohrtürme und Banner gegen die geplanten Bohrungen sind immer noch sichtbar, wenn auch teilweise ein wenig verblichen. Im letzten Jahr haben wir uns 8-mal getroffen, um die aktuellen Geschehnisse zu besprechen und Vorbereitungen für Aktionen zu treffen.

...weiterlesen "Rückblick auf das Jahr 2023 und aktueller Stand"

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Alle reden vom Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und unsere rot-grüne Landesregierung befürwortet jetzt noch den Einstieg in neue Bohrungen. Und das vor dem Hintergrund, dass diese Landesregierung einen Gesetzesentwurf eingebracht hat, wodurch Niedersachsen bereits im Jahr 2040 klimaneutral sein will, bisher war es 2045.

Noch vor einem Jahr sprach man von Gasmangel – zu Recht -, aber das hat sich bis heute geändert. Robert Habeck hat genügend Flüssiggas (LNG) eingekauft, was die fehlende Menge ausgleicht. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sagt dazu: „Stand heute haben wir keine Gasmangellage und befürchten auch keine“. Auch die „tagesschau“ vom 9. August 2023 berichtet darüber, dass die große Katastrophe abgewendet werden konnte, 16 % Erdgas wären 2022 eingespart worden und die Speicher seien zu 90 % gefüllt.

...weiterlesen "Leserbrief zum WZ-Bericht „Knallgeräusche“ auf dem Bohrplatz"

Zuvor gab es einen sehr guten Bericht in der Walsroder Zeitung mit folgender Überschrift:

„Knallgeräusche“ auf dem Bohrplatz – Neue Erdgas-Bohrung wird vorbereitet

(zum Artikel (lesbar leider nur mit Abo): Neue Erdgas-Bohrung wird vorbereitet - Heidekreis - Walsroder Zeitung (wz-net.de))

Alle reden vom Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und unsere rot-grüne Landesregierung befürwortet jetzt noch den Einstieg in neue Bohrungen. Und das vor dem Hintergrund, dass diese Landesregierung einen Gesetzesentwurf eingebracht hat, wodurch Niedersachsen bereits im Jahr 2040 klimaneutral sein will, bisher war es noch 2045.  Die Treibhausgasemissionen sollen dabei bereits bis 2030 um 75 % und bis 2035 um 90 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Neue Bohrungen passen da nicht unbedingt zu.

...weiterlesen "Pressemittelung im August 2023, woraus auch ein Teil als Leserbrief in der Walsroder Zeitung stand"