Der Landkreis macht einen großen Schritt in Richtung Klimaneutralität und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Kommunen, Gewerbe, für uns alle. Der Kreistag stimmte dem “Integrierten Klimaschutz-Vorreiterkonzept“ mit großer Mehrheit zu. Damit schließt sich der Landkreis den Landesvorgaben an, bereits 2040 klimaneutral zu sein und mit seinen eigenen Liegenschaften bereits 2035.
Es wird auch allerhöchste Zeit: 2024 war das wärmste Jahr seit dem ersten Jahr der Aufzeichnung 1850. Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau; so ging es letzte Woche durch die Medien. Der Klimawandel verändert auch das Leben in Deutschland: Hitzewellen, Stürme und Überschwemmungen sind die Folge.
Wir müssen also alles daransetzen, diese Entwicklung zumindest aufzuhalten. Deutschland ist dabei auf einem guten Weg, muss aber aufpassen, dass das Klima nicht noch weiter in der Prioritätenliste abrutscht.
Völlig kontraproduktiv sind dabei die Genehmigungen für neue Gasbohrungen – wie auch bei uns im Heidekreis -. Wir wollen und müssen uns von den fossilen Energieträgern verabschieden, gerade das ist ein wichtiger Teil hin zur Klimaneutralität. Und das dann in unserer Zeit das Abfackeln noch erlaubt ist, setzt dem Ganzen die Krone auf.
Der kanadische Gasbohrkonzern Vermilion Energy – der bei uns im Heidekreis neue Bohrungen einrichtet - hat die Genehmigung zum Abfackeln; denn seit Jahrzehnten wurde nichts zu diesem Thema am Bergrecht geändert; es sei ein gängiges Verfahren, so die Aussage vom Landesbergamt (LBEG).
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